top of page

Nabucco
Deutsche Oper am Rhein

Nabucco_FOTO_Sandra_Then_58.jpg

„Modern, originell und feinsinnig inszeniert von Ilaria Lanzino”

3sat​​​

“Kühn wie wohltuend idealistisch, ein inszenatorisch kraftvoller Abend, dem es gelingt, die bei Verdi verhandelten, tiefliegenden Probleme ernst zu nehmen, ohne ins Moralische abzukippen, und sich sogar den Hang zur sarkastischen Sottise gestattet.”

Die Opernwelt

”Jubel für sensible Nabucco-Inszenierung in der Rheinoper Düsseldorf.

Intelligent und konsequent, psychologisch feinnervig und originell bringen die italienische Jung-Regisseurin und ihre Ausstatterin Dorota Caro Karolczak den alttestamentarischen, gewalttätigen Kampf ums Dasein auf die Bretter – zwischen dem siegreichen König Nabucco von Babylon über die Hebräer. Und verleihen ihm einen modern zeitlosen Rahmen. Er begeistert, weil er in beinah allen Szenen zum Nachdenken über aktuelle Parallelen anregt, sie aber dem Zuschauer nicht penetrant aufzwingt. So verzichten Lanzino und Karolczak auf vordergründige, tagespolitische Kriegsbilder aus Ukraine oder Gazastreifen. Stattdessen choreografieren sie geschickt die Chöre durch eine Landschaft von aufgetürmten Trümmern, Barrikaden und lodernden Flammen. Vorbei am Balkon des weißgoldenen Nabucco-Palasts, später ganz tief unten, in einer Art Führer-Bunker. Am Ende: Jubel für alle. (…) Das Publikum langweilt sich in der Rheinoper in Ilaria Lanzinos Version nicht eine Sekunde. (…) Packend gelingt der Abend, auch weil die Lanzinos Personenregie auf intensives, manchmal flirrendes Psychodrama setzt. Manchmal werden Tableaus martialisch, bleiben meist jedoch berührend einfach und direkt, ohne Pomp und Pathos. Das zündet auf allen Rängen. So prasseln am Ende begeisterte Bravorufe auf Regisseurin und Bühnenbildnerin“

Westdeutsche Zeitung

„Nabucco in der Oper am Rhein: Heftig umjubelte Neuinszenierung. Der italienischen Regisseurin Ilaria Lanzino ist mit Giuseppe Verdis „Nabucco“ ein Publikumsliebling geglückt. (…)

Vor allem mit der schematischen Schwarz-Malerei der guten unterdrückten Hebräer und der bösen Babylonier will sich die italienische Regisseurin Ilaria Lanzino nicht abfinden und versucht, mit einigen Eingriffen ein differenzierteres Licht auf die Handlung zu werfen. (…) mit der Botschaft, dass das Volk, auf welcher Seite auch immer, ob Hebräer oder Babylonier, zum Verlierer wird, wenn sich die Mächtigen streiten. Folgerichtig lässt die Regisseurin die ultimative Freiheits-Hymne „Va pansiero“ von den gegnerischen Volksgruppen gemeinsam singen. Denn die Junta um den babylonischen Tyrannen Nabucco und die Clique um den hasserfüllten Gottesmann Zaccaria unterscheiden sich in ihrer Rücksichtslosigkeit nicht im Geringsten. Begeisterter, langanhaltender Beifall“

WAZ

Ilaria Lanzino nähert sich „Nabucco“ in ihrer Inszenierung an der Düsseldorfer Rheinoper mit Ironie und heiterer Überzeichnung. Regisseurin Ilaria Lanzino geht in Ihrer Inszenierung an der Deutschen Oper am Rhein in die Deutungsoffensive(…) ,sie tut dies aber nicht verbissen oder mit erhobenem Zeigefinger, sondern mit Ironie und der Überzeichnungs-Kunst eines Comics. Die heitere Herangehensweise passt wiederum herrlich zu Verdis Vorliebe für Dur-Tonarten auch an traurigen oder dramatischen Stellen. (…) Beim Premierenpublikum fand dieser „Nabucco“ hörbar großen Anklang“

/

„Die Resonanz der lebhaften Diskussion zur Verdi-Inszenierung von Ilaria Lanzino: einhellige Begeisterung (…) Die Szenerien auf den verschiedenen Höhen wurden spielerisch umgesetzt, herrlich. Aus psychologischer Sicht faszinierten die Kindheitserinnerungen und wie damit interagiert wurde. Alles rund und bunt und mit Leben erfüllt.“ (…)  Auf welchen Tyrannen man es münzen möchte, die Regisseurin hat ihn demaskiert und einen Klassenkonflikt daraus gemacht. Selten stehen die Herrschenden auf einer Stufe mit dem Volk - perfekt aufgelöst. Ein Höhepunkt: der Gänsehautmoment beim Gefangenenchor. (…) „Die Regisseurin stellt das zutiefst Menschliche in den Vordergrund und holt die Oper in die Gegenwart. Es braucht genau diese neuen Sichtweisen. Die Oper am Rhein positioniert sich damit fantastisch.“

Rheinische Post

“Das Ergebnis: Genial (…) Das Konzept der Regisseurin geht unzweifelhaft auf (…) eine enorme schauspielerische Leistung. (…) Regie, Bühnenbild, Kostüme und Musik gehen in dieser Inszenierung Hand in Hand. Ilaria Lanzino hat ihre Regiearbeit vom großen Bogen bis ins kleinste Detail durchdacht, nicht nur szenisch, sondern auch musikalisch. (…) Das gelungene Zusammenspiel aller führt zum Erfolg dieser spannenden und modernen Inszenierung.”

Klassikbegeistert

 

“imposant und beeindruckend aktuell. (…) 

Meisterhafte Inszenierung mit traurigem Gegenwartsbezug (…)

Die Bezüge dieser Handlung zu den aktuellen Ereignissen in Nahost ist nicht zu übersehen. Es ist daher nicht einfach, eine zeitgemäße Inszenierung  für diesen Stoff zu finden, die der Oper gerecht wird und das Thema sensibel in die Neuzeit überträgt.

Der Inszenierung von Ilaria Lanzino ist genau dies gelungen. Es ist mitreißend, wie Lanzino diese Oper inszeniert, vor allem, da die Sinnlosigkeit es Krieges genauso eindringlich deutlich wird wie die Unüberwindbarkeit der erzählten zwischenmenschlichen Konflikten.

KUNST.KULTUR.DIGITAL

Völker, hört die Signale! Regisseurin Ilaria Lanzino interessiert sich weniger für den Konflikt zwischen zwei Völkern als für die Kluft zwischen Herrschenden und Beherrschten. Das geht verblüffend gut auf.  Final steht – Schandkronen auf dem Haupt, rote Pappnasen im Gesicht – die vereinte hebräische und babylonische Politikelite an den Pfahl gebunden auf dem Scheiterhaufen. Hingegen haben am Konferenztisch, an dem zuvor die Machthaber der Juden und Babylonier über die Köpfe der von ihnen Beherrschten hinweg ihre Herrschaftsinteressen miteinander abzukarten suchten, Volksvertreter Platz genommen. Fast möchte man an Rätedemokratie denken. Kein Zweifel, weitaus gewichtiger als den Konflikt zwischen zwei Völkern wertet Regisseurin Ilaria Lanzino am Opernhaus in Düsseldorf die Kluft zwischen Herrschenden und Beherrschten. Zumal gleichermaßen den babylonischen wie israelitischen Staatsspitzen das jeweilige Volk lediglich als bloße Verfügungsmasse taugt. Wie ein während der Ouvertüre eingespieltes Video bezeugt, geht das Einverständnis beider Politeliten bis hin zum unterschriftsreifen Friedensvertrag. Zwar funkt irgendetwas dazwischen, der Grund bleibt unerfindlich. Doch verbünden sich später Abigaille und ihre Partei mit Zaccaria und den Seinen zum Sturz Nabuccos. So heften denn israelitische und babylonische Schergen Dynamit unter die Lauffläche jener Brücke, von der herab der König dem Volk befiehlt. Völlig säkularisiert, mutiert Gottes Blitzschlag zur Sprengstoffdetonation. Versöhnung im Zeichen der Revolution.

Mag immer damit der babylonische Imperialismus ins Hintertreffen geraten, auf‘s Ganze gesehen funktioniert Lanzinos Umpolung des zentralen „Nabucco“-Konflikts von der Auseinandersetzung zwischen zwei Völkern zu soziopolitischen Verwerfungen zwischen Eliten und Untertanen. Die schlussendliche Solidarisierung und revolutionäre Empörung der Beherrschten beider Nationen bringt ein utopisches Moment ins Stück.“

Concerti

„Ilaria Lanzino und Vitali Alekseenok, der die Düsseldorfer Symphoniker dirigiert, erhielten am Sonntag am Ende der Premiere der Neuinszenierung von Giuseppe Verdis Nabucco an der Düsseldorfer Oper minutenlang stehende Ovationen. (…) ein fesselndes Nabucco (…) lange und überschwänglich bejubelt“​

Mundo Clasico

„Dabei wird die eigentliche Geschichte zwar hier und da etwas umgedeutet, bleibt aber bis zur Pause recht nah am Originallibretto. Erst im Gefangenenchor, in dem eigentlich die Hebräer von Freiheit träumen, vereinen sich in dieser Inszenierung die beiden Völker und beginnen, sich von ihren Herrschern zu befreien. Diese Interpretation funktioniert erstaunlich gut. Gut funktioniert auch der Ansatz, die Beziehung zwischen Abigaille, Fenena und Ismaele zusätzlich durch drei Kinder darzustellen, indem Abigaille immer wieder an ihre Kindheit zurückdenkt. Eine Zeit, in der Hebräer und Babylonier offenbar noch friedlich miteinander spielen konnten. Dieser Regiekniff erklärt recht anschaulich, wie Abigaille von einer unterprivilegierten Sklaventocher zu einem Machtmenschen wurde, der über Leichen geht. (…) am Ende zeigte sich das Premierenpublikum mit großem Schlussapplaus sehr angetan von dieser Lesart.“

Der Opernfreund

“ Bejubelte Saison-Eröffnung der Rheinoper. Die junge, erfolgreiche Regisseurin Lanzino, im italienischen Pisa geboren, verleiht der Geschichte um den Krieg des babylonischen Herrschers Nabucco gegen die Hebräer und ihren Hohepriester Zaccaria eine eigene, zeitgemäße Handschrift. 
Interessant ist Lanzinos Deutung, die in Verdis Libretto gelinde eingreift: Zaccaria ist eher ein Heerführer als ein Hohepriester, die beiden Völker sind Spielbälle seines wie Nabuccos Machtstrebens und dem kriegerischen Treiben hilflos ausgeliefert. So singen sie gemeinsam den im Original den Hebräern vorbehaltenen Gefangenenchor „Va, pensiero“, bis heute als heimliche Nationalhymne Italiens gefeiert. Die Sehnsucht nach Freiheit nicht nur der Gedanken demonstrieren sie, indem sie sich über alle Barrieren und Barrikaden hinweg die Hände reichen. Eine schöne Regie-Idee (…) Der Opern
- und Extrachor vermochten es – auch dies wiederum ein Kompliment an die Regisseurin – individuelles Profil mit feinen Detailzeichnungen zu vermitteln. (…) Ein begeistertes Publikum lohnte dem gewaltigen Bühnenensemble, dem Regieteam und dem Orchester die gelungene Spielzeit-Eröffnung mit ausdauerndem Jubel.“

Düsseldorfer Blog

​​

​“Ein Kunststück. Regisseurin Lanzino erzählt “Nabucco” mit Witz, ohne Ernsthaftigkeit preis zu geben. Sie beweist, wie Verdis Schlachtross „Nabucco“ mit Witz und genauem Fingerzeig unterhaltsam und so aktuell wie kaum sein kann. (…) Und dass es Lanzino auch noch gelingt, Abigailles Wutzorn aus erlebten Demütigungen in der Kindheit mittels Kinderdoubles nebenbei zu erzählen, ist ein Kunstgriff, der menschliche Dimensionen hervorlockt. Dieser Verdi ist Unterhaltung im besten Sinne”

Klassikfavori

“Fesselnde, moderne Inszenierung in Düsseldorf. (…) Bei der Inszenierung der Massenszenen wurde viel Wert auf Details gelegt, viele einzelne Geschichten wurden erzählt (…) Lanzino hat eine überzeugende Geschichte geschaffen.”

Seenandheard

“Spektakuläre Premiere in Duisburg. Es war eine umjubelte Premiere:

Das Duisburger Publikum hat die Neuinszenierung von Verdis „Nabucco" einhellig gefeiert. (…) Solch ein ausverkauftes Haus und solch eine umjubelte Premiere hat das Duisburger Theater schon lange nicht mehr gesehen.”

WAZ (Kritik zur Übernahmepremiere)

 

“Die Deutsche Oper am Rhein präsentiert prächtig inszeniert die Oper „Nabucco" im Theater Duisburg. Ein wirklich packender Abend.  (…) Es ist insgesamt ein starker Bühneneindruck vom Anfang bis zum Ende. Die Inszenierung von „Nabucco" im Theater Duisburg überzeugt auf ganzer Linie, musikalisch und szenisch. Ein großer Stoff wird ebenso groß und mit einer guten Prise Humor leicht verträglich auf die Bühne gebracht.”

Abenteuer Ruhrpott (Kritik zur Übernahmepremiere)

 

“Die Inszenierung ist stimmig und wegen der vielen Regiede-tails und dem lebendigen, aktiven Choreinsatz wirklich sehenswert. Das Premierenpublikum war zu Recht begeistert von dieser musikalisch insgesamt hochklassigen und optisch originellen, spannenden, nachdenklich stimmenden und fast schon prophetischen Aufführung!”

Der Opernfreund (Kritik zur Übernahmepremiere)

 

“Zur Rückkehr präsentiert die Rheinoper Verdis „Nabucco" - mit starker Besetzung, packender Inszenierung und einem Chor, der Hoffnung und Menschlichkeit feiert. (…)

Eine jetzige, effektvolle und insgesamt schlüssige Inszenierung”

Rheinische Post (Kritik zur Übernahmepremiere)

“Immer  wieder baut die Regie Szenen ein, in denen man die beiden Mädchen als Kinder sieht. Das ziemlich schematische Gut-Böse-Schema im Libretto der Oper bekommt dadurch ein paar interessante Facetten.

Mit diesen Setzungen tariert llaria Lanzino die verschiedenen Ebenen der Oper - Staatskonflikt und Familiendrama, Historienstück und Gegenwartsbezug - überzeugend aus. (…) Es ist eine durchaus anrührende Utopie, die llaria Lanzino da aufbaut (…) sehenswert und hörenswert.”

OMM

“Mit dem Chor hat Ilaria Lanzino profund gearbeitet. Wir sehen mehr als nur die üblichen Gesten, und so endet das schön gesungene „Va, pensiero" im „Freeze" in der Mitte der Bühne, der den aufgeschichteten Schrott auratisch einrahmt. Im zweiten Akt schauen wir der machthungrigen Abigaille in einem langgezogenen, schmucken Kellersalon beim Schmieden ihrer Pläne zu. Bald kämmt sie mit geheucheltem Mitleid die spärlichen Haare des vom Thron gestoßenen Nabucco, der zuvor Opfer eines Bombenattentats geworden ist. Effektvoll haften ihm die Umstürzler Zeitbomben an die Brücke, die daraufhin pompös zusammenbricht.”

Oper! Magazin

Jawnuta - Roma Erzählungen
Teatr Wielki Poznan 2022/2023

JAWNUTA-070.jpg

“Eine beeindruckende Inszenierung von großer theatralischer Schönheit, mit raffiniert gestalteten Gruppenszenen, präzisen schauspielerischen Aufgaben für die Choristen und interessant skizzierten Charakteren für die Hauptdarsteller.”

Tygodnik Angora

„Diese mutige Inszenierung beweist die unendlichen Möglichkeiten, die sich aus nicht-traditionellen Theaterspielstätten ergeben können. (…) Die Regie von Ilaria Lanzino (aus Pisa, Anfang dreißig und bereits an zahlreichen Produktionen beteiligt)verweigert das tröstliche Ende und setzt Jawnuta an den Rand eines Gleises, das sich in den Off verliert, so dass klar wird, welche Station der Ankunftsort ist. Wir befinden uns in den 1940er Jahren, die Vernichtungslager sind voll ausgelastet, die Züge sind die, die in den Tod in den Nazilagern führen. Die stilisierte Gaskammer (ein einfacher beleuchteter Quader) beseitigt jeden Zweifel daran, dass es kein Verständnis und keine Versöhnung geben kann, wie es das Originalwerk vorgaukelt.  Der Epilog wird unweigerlich tragisch: Der Tod des jungen Zigeunermädchens, das vom Vater ihres Geliebten dafür bestraft wird, dass es den "Sprung" in die bürgerliche Gesellschaft gewagt hat, ist ein Einfall, der das Original "verrät", aber die Züge der Notwendigkeit annimmt. Die dramaturgische Diskrepanz zwischen Text und theatralischem Ergebnis ist beträchtlich, auch weil Moniuszkos Musik kaum je in solch raue Situationen und Temperaturen ausweicht. (…) [Lanzino] ist in das lebendige Fleisch Dramas eingetaucht, und hat es dahin gebracht, wohin die Musik von Moniuszko und der Originaltext objektiv nicht gelangen konnten.

Classic Voice

“Das wichtigste Element dieser besonderen Produktion ist jedoch die Regie (…) Der große Vorteil von Lanzinos Regie liegt nicht nur in der innovativen, aber dennoch kohärenten Sicht auf den Inhalt der Aufführung, sondern auch in der großen Aufmerksamkeit für deren visuelle Ebene. (…) In Lanzinos Interpretation gab es für jedes dieser Elemente einen Ort und eine Anwendung, und keines von ihnen war ein Wert an sich. (…) äußerst bunt, schön und berührend”

Kultura Poznan

“Ein berührendes Mahnmal über die verlorene Geschichte der Roma”

International Opera Magazin

“Ilaria Lanzino hat eine hervorragende, zeitgemäße und berührende Inszenierung geschaffen. (…) Im Pavillon der Internationalen Messe Poznań wurde eine schockierende, zeitgenössische Geschichte über die Beziehungen zwischen zwei Gemeinschaften, den Roma und den Polen, dargestellt. Anhand der jüngsten Geschichte wurde das Schicksal einer ethnischen Gruppe aufgezeigt und wie schwierig Versöhnung und Verständigung sind, wenn selbst Liebe Abneigung und Hass nicht überwinden kann. Dieses Projekt ist ein Gewinn, denn es ist in vielerlei Hinsicht aufschlussreich (…) Es war äußerst riskant, Moniuszkos Musik mit zeitgenössischen Roma-Kompositionen zu kombinieren (…) Emotionen und ein klares dramaturgisches Konzept sind die Stärke der Poznań-Premiere. Die Abkehr von einer schematischen, banalen Geschichte, um das turbulente Schicksal der Roma zu zeigen, hat eine Dimension, die nicht nur sentimental ist, sondern auch darauf abzielt, ein ehrliches Gespräch über das Leben von zwei Gemeinschaften nebeneinander zu führen. In diesen Geschichten gibt es keine Falschheit, keinen Zuckerguss oder Fondant. Mit Ehrlichkeit und Mut. (…) Jawnuta ist ein hervorragendes Beispiel dafür, wie man mit der Vergangenheit spielt, um über die jüngste, schmerzhafte Geschichte und die Gegenwart zu sprechen. Möge sie bald in die Messehalle in Poznań zurückkehren, denn für Opernliebhaber ist diese Produktion ein Muss“

Kulturalny Cham

“Ilaria Lanzinos Darstellung der Roma geht weit über das ausgelöschte Schicksal einer ausgelöschten Kultur, Geschichte oder Sprache hinaus. Die Liebe von Chicha und Stach reflektiert wie ein Spiegel die menschliche Dunkelheit (…) Ilaria Lanzino wendet sich an die Unterdrückten, ohne zu zögern (…).  Wir verachten, weil man es uns beigebracht hat, weil wir uns selbst auf ein Podest gestellt haben. Wir fahren weiter, wir schauen nicht zur Seite. Ohne Chicha, ohne Jawnuta, die zu Symbolen für alle von der Gesellschaft Ausgeschlossenen werden”

E-Teatr.PL

“Die jüngste Premiere des Großen Theaters in Poznan hat bewiesen, dass die Tradition das Bedürfnis nach Veränderung in sich trägt und durch sie ihre neue Bedeutung zu enthüllen sucht. Inszeniert wurde es von Ilaria Lanzino, einer italienischen Regisseurin, die für ihre unkonventionellen und innovativen Inszenierungen bekannt ist. (…) Am 16. Dezember dieses Jahres haben wir auf der gastfreundlichen Internationalen Messe in Poznań in Halle 1 gehört und gesehen, was nicht nur Augen und Ohren, sondern vor allem die Herzen öffnet, die lieben können, und die, denen dieses Bewusstsein fremd oder gleichgültig erscheint. "Jawnuta" des Großen Theaters in Poznań ist eine Veranstaltung, die den Erwartungen entspricht, die in den zeitgenössischen Polen, Roma, Europäern... schlummern, aber erst das Zusammentreffen ihrer Gefühle auf einer Bühne schafft einen Dialog. Manchmal ist es Stille, ein anderes Mal ein Schrei an der Schwelle zum Gesang. Aber es ist immer ein Überschreiten einer Schwelle, die einmal eine Grenze war. (…) In Jawnuta werden Drama und Dramaturgie zu Liebhabern füreinander, zu einem Weg und einem Wegweiser, die sich weigern, ohne einander zu existieren. Das ist die Rolle der sozial engagierten Kunst. Dies ist die Aufgabe der Künstler, die mit ihrem Schaffen vergessene oder neue kulturelle Zusammenhänge aufspüren und entdecken. “

Nasz Glos

”Ein ungewöhnlicher, unbedingt sehenswerter Opernabend (…) Eine eindringliche Bearbeitung. Moniuszkos „Jawnuta“ bedient, wie viele andere literarische oder musiktheatrale Werke des 19. Jahrhunderts über das „Zigeuner“-Leben, romantisierende und folkloristische Klischees. Damit räumt Ilaria Lanzino in ihrer Inszenierung am Teatr Wielki Poznań gründlich auf. Sie zeigt weder Idyll noch Happy End: Stachs Vater ermordet Chicha wegen der Verbindung zu seinem Sohn. Die Regisseurin, die in Poznań 2021 bereits Moniuszkos „Straszny Dwór“ („Das Gespensterschloss“) modernisierte und für ihr Konzept den Europäischen Opernregie-Preis gewann, verknüpft die ursprüngliche Handlung mit dem historischen Leidensweg der Roma-Minderheiten und entwirft eindringliche Tableaus von Flucht und Vertreibung, kulminierend in der Deportation nach Auschwitz (…) Eine bewegenden Klage, die in der Hoffnung auf eine bessere Zukunft mündet“

Orpheus Magazine

Talestri - Königin der Amazonen
Staatstheater Nürnberg 2022/2023

 

HP1Talestri395.jpg


“Die (feministische) Ebene kommt humorvoll und mit ausdrucksvoller Körpersprache sehr natürlich herüber(…)
Das Zusammenspiel zwischen Musik und Szene, eine ganz ausdrucksvolle Körpersprache von Allen, die starken Farbkontrasten tragen den Abend über drei Stunden sehr eindrucksvoll“

Deutschlandfunk

”„Talestri — Königin der Amazonen“ ist am Staatstheater Nürnberg als wirkungsmächtiges Musiktheater zu erleben. (…) Von Anfang an begeistert Ilaria Lanzinos detaillierte und ausdifferenzierte Personenregie, die viel Bewegung auf die Bühne bringt und selbst die zahlreichen stummen Rollen von Amazonenkriegerinnen ausgestaltet. Dazu kreierte Ilaria Lanzino szenische Choreografien, die das kämpferische Wesen der Amazonen vermitteln. (…) Das Werk wird in der Nürnberger Produktion als höchst spannendes Stück Musiktheater geboten”

Concerti.de

“Mit sparsamer, dafür umso schärferer Symbolik kondensiert die Regisseurin Ilaria Lanzino darin die Geschichte Talestris (…) Eine abwechslungsreiche, lebendige, teilweise auch durchaus humorvolle Personenregie lässt das dramaturgisch nicht immer überzeugende Stück nachvollziehbar werden“

OPERN.NEWS

”Fantastisch: Da steht eine Frau in der Hauptrolle auf der Bühne, die die Oper selbst inszeniert hat – und sie macht es so bravourös, lippensynchron und einsatzbereit, dass wir geradezu körperlich erfahren, dass es der Frau ernst war, als sie das Stück inszenierte (und dass sie das sog. Handwerk so beherrschte wie einst Patrice Chéreau. (…) Eine körperbetonte, ästhetische inszenierung (…) Brutal – aber sublimiert in einer Bildsprache, die mit der Schönheit der Musik konform geht, ohne das Problem des Frauenmords zu verkleinern. 

 Wenn am Ende die Akteurinnen und Akteure dem Publikum jeweils ein rotes Schuhpaar buchstäblich vor die Nase halten, hat es (…) den Beigeschmack einer Wahrheit, die in der Talestri-Inszenierung hochästhetisch thematisiert wurde.

Starker Beifall für einen in Sachen Stück und Aufführende ungewöhlichen Abend.”

Der Opernfreund 

”Lanzino lädt den Stoff der Oper mit psychologischer Spannung auf und setzt als Tonspur zu düsterer Perkussion ein Vergewaltigungserlebnis als traumatisierte Erinnerung”

Nürnberger Nachrichten

”Ilaria Lanzino setzt in ihrer deutlichen Inszenierung Bezüge zur Gegenwart (…) Ilaria Lanzino und Wolfgang Katschner verwandeln Bizarrerie in psychologische Dynamik (…) . „Talestri“ ist in Nürnberg Oper mit Seelentönen und Abgründigkeit. Begeisterter Jubel.”

Orpheus Magazin

“Die Produktion ist in modernen und expressiven Posen choreografiert (…) großes, modernes Musiktheater”

BR Klassik

“In Ilaria Lanzinos Inszenierung fasziniert die Antagonie von Talestri, Julia Grüter, und Tomiri, Eleonore Marguerre”

Süddeutsche Zeitung

“Ilaria Lanzino kehrt in einer intelligenten, aber nicht dogmatischen Inszenierung Perspektiven um und schafft Aktualitätsbezug”

Donau Kurier

“Bedeutungsschwanger und doch eindrucksvoll”

Die Deutsche Bühne

La Liberazione
Spielzeiteröffnung Theater an der Wien 2022/2023
Kammeroper

liberazione_khp_©_Herwig_PRAMMER__2PR1798.jpg

"Überhaupt ist an diesem Abend Körperdynamik Trumpf: Regisseurin Ilaria Lanzino hat die rund 90 Minuten ebenso minutiös wie gefühlsstark choreografiert "

Wiener Zeitung

"Von der Regie ganz wunderbar umgedeutet (...) Das Publikum klatschte heftig”

Online Merker

"Die italienische Regisseurin Ilaria Lanzino legt das wie so viele Werke der Zeit auf Ariostos "Orlando furioso" basierende Stück dunkel und ernst an - auch wenn hie und da ein kleines Augenzwinkern wie in den Pop abgleitende Nymphen aufblitzt. Erinnert die Bühne anfangs noch an die farbgrellen Welten Achim Freyers, weicht die Farbe sukzessive und lässt einer kalten, technoiden Welt den Raum. Dafür wuselt es genau choreografiert wie selten."

Salzburger Nachrichten

”Simpel und wirkungsvoll”

Die Presse

“Lanzino hat die Geschichte ganz geschickt umgedeutet”

Kronen Zeitung

”Ein Auftakt, der Lust auf mehr macht (…) Lanzino hat die Geschichte extrem choreografisch in Szene gesetzt” Bewertung: 5 Sterne

Kurier

 “Lanzino schöpft in der Tat aus dem Stil und Modell des Physical Theatre und arbeitet mit der Körpersprache und dem Platz der Körper auf der Bühne, um die Natur, das Motiv, die Gedanken und sogar die politische Neigung der Figuren auszudrücken. Besonders deutlich wird dies bei Melissa, deren gewalttätige und histrionische Gesten die Zerstörung der mit Alcina verbundenen Figuren und der Welt zum Ausdruck bringen.(…) Kurz gesagt, diese nachdenkliche und fesselnde Show entsteht aus einer Synergie zwischen Musik und Bühne, die den enthusiastischen Empfang des vollen Saals verdient und erhält.”

Olyrix

“Die Spielweise ist sehr körperlich und basiert auf „Physical Acting“, jenem auf Lecoq basierendem Bewegungstheater, das in kultureller Tradition der Commedia dell’Arte dem Körper den gleichen Wert beimisst wie dem Text. Mit einiger Präzision gelingt dies auch allen sehr probat”

tanz.at

Das Überraschende an der Inszenierung von Ilaria Lanzino und der Dramaturgie von Christian Schröder ist jedoch die Tatsache, dass sie sich entschieden gegen Melissa wendet, während sie dem Publikum die Versuchung nahelegt, Alcinas Schicksal zu bemitleiden. Dieser Eindruck wird zweifellos durch den Rückgriff auf das "physische Theater", eine Absicht, die in den Madrigalen und insbesondere im Finale brillant umgesetzt wird”

musicologie.org

IMG_4332.bmp
  • LinkedIn
IMG_4331.jpeg
bottom of page